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Unterrichtsausflug zum Schlachtbetrieb Steinemann

Zu unserem Unterrichtsthema passend besuchten wir den Schlachtbetrieb Steinemann Holding GmbH & Co. KG in Steinfeld (Oldenburg). Die Fahrt war früh und lang, aber schon nach den ersten Metern der Strecke wurde klar, dass das kein langweiliger Ausflug wird, sondern das Gegenteil. Rückblickend lässt sich sagen, es hat sich absolut gelohnt.

Gegen 9 Uhr starteten wir mit einer Betriebspräsentation. Dort bekamen wir einen Überblick über das Unternehmen, seine Struktur und die Bedeutung für das Oldenburger Land. Anschließend begann die Führung durch die einzelnen Bereiche am Standort. Dazu gehören unter anderem Natur Partner, die Convenience-Produktion und der Bereich Beef Processing

Wir hatten die Möglichkeit, den gesamten Ablauf im Betrieb mitzuverfolgen, von der Tieranlieferung über die Schlachtung und Zerlegung bis hin zur Wurstproduktion. Besonders beeindruckend war, wie strukturiert jeder einzelne Schritt abläuft. Schon bei der Anlieferung spielen Kontrollen und Dokumentation eine große Rolle. In der Zerlegung wurde uns gezeigt, wie präzise gearbeitet werden muss, damit die Teilstücke korrekt verarbeitet werden können. Später konnten wir sehen, wie das Fleisch weiterverarbeitet, gewürzt, gemischt und schließlich zu fertigen Produkten verarbeitet wird. Erst wenn man alles nacheinander sieht, versteht man wirklich, wie viele Stationen durchlaufen werden.

Der Ausflug passte perfekt zu unserem Unterrichtsthema „Schweinefleischerzeugung“. Themen wie Schweinefleischqualität oder die Berechnung des Schweinefleischgewinns nach FOM und AutoFOM III kannten wir bisher nur aus dem Unterricht. Vor Ort wurde klar, wie diese Abrechnungsmasken tatsächlich angewendet werden und warum der gemessene Muskelfleischanteil wirtschaftlich so entscheidend ist. Auch der Zusammenhang zwischen Muskelfleischaufbau, Stoffwechsel und Qualität wurde dadurch viel greifbarer.

Zum Abschluss bekamen wir als kleine Aufmerksamkeit Grillwürste geschenkt, worüber wir uns sehr gefreut haben. Diese konnten wir bei einem gemeinsamen Kurstreffen probieren – und sie schmeckten gleich noch besser, weil wir genau wussten, welchen Weg sie durchlaufen haben.

Martha Schneider, Amelie Jürgens Q2 Agrar