Sie erreichen uns telefonisch unter: 05121-9316-0

Q1 ER2 Sgl besucht im RPM die Ausstellung „Es ist angerichtet“

Am 18.12.2025 hat unsere Ernährungsklasse der Q1 des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Ökotrophologie, mit Frau Schlegel das Römer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim (RPM) besucht und an einer Führung durch die Ausstellung „Es ist angerichtet! Eine kulinarische Reise durch die Zeit“ teilgenommen. Die Führung wurde von Stefanie Bölke geleitet und gliedert sich in zehn thematische Schwerpunkte, die verschiedene Aspekte von Essen, Esskultur und Ernährung beleuchteten.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem universalen Thema „Essen und Trinken“ und zeigt dabei nicht nur Objekte, sondern lädt auch dazu ein, darüber nachzudenken, was alles vor dem Essen kommt (z. B. Gesellschaft, Handel oder Rituale). Sie zeigt sowohl Objekte aus der stadtgeschichtlichen und ethnologischen Sammlung des Museums als auch historische und kulturelle Perspektiven der Esskultur.

Alle thematischen Schwerpunkte beginnen mit „Vor dem Essen kommt …“. Der erste Ausstellungspunkt heißt „Vor dem Essen kommt der Gast“, bei dem verschiedenste Schlagwörter und Bilder zum Thema Ernährung vorliegen, um ins Gespräch zu kommen. Es folgt das Thema „… die Nahrung“, welches sich mit der Herkunft und Bedeutung von Lebensmitteln befasst. Im dritten Schwerpunkt „… der Handel“ wird insbesondere der Fischfang thematisiert. Uns wurde dabei der Ablauf eines Haifangs nähergebracht, der eigentlich verboten ist, für bestimmte Rituale, z. B. die Aufnahme einen Jungen in die Gemeinschaft der Männer, aber Ausnahmen zulässt. Darauf folgen die Stationen „… das Geschirr“ und „… das Handwerk“, in denen es um die Herstellung und Nutzung von Ess- und Kochutensilien geht. Im sechsten Punkt „… der Ort“ wird u. a. der Hildesheimer Silberfund angesprochen und erläutert, wie wertvolle Funde und Orte die Esskultur früherer Zeiten widerspiegeln. Anschließend beschäftigten wir uns mit dem siebten Thema „… die Tischkultur“, welches eine Nachbildung einer gedeckten Tafel mit edlem Porzellan und Silberbesteck zeigt. Der achte Schwerpunkt „… die Erinnerung“ war besonders spannend und interessant für uns. Hier wurde uns eine Arbeiterküche aus dem Jahr 1910 gezeigt. Die Küchenausstattung jener Zeit gab uns einen anschaulichen Einblick in den Alltag früherer Generationen, z. B. der Quirl aus der Tannenbaumspitze, der Kaffeerösteinsatz für den Senking-Herd, die Butterschleuder oder die Buttermodel. Wir haben uns lange und ausführlich über die einzelnen Küchenutensilien unterhalten, um offene Fragen zu klären und das damalige Handeln nachzuvollziehen. Die letzten beiden Stationen „… das Ritual“ und „… das Feuer“ wurden in der Führung nur kurz angesprochen. Sie haben für das Fach Ernährung eine verhältnismäßig geringere Bedeutung.

Insgesamt hat die Ausstellung eindrucksvoll deutlich gemacht, wie vielfältig das Thema Essen ist und wie viel Kultur und Geschichte dahintersteckt. Sie ist für weitere Klassen oder als privater Besuch auf jeden Fall zu empfehlen und bietet einen großen Umfang an neuen Informationen für Groß und Klein.

Jana Kaschinski und Luisa Meyer, Q1 ER2