Am 20 April haben wir mit der ganzen Klasse im Politik-Unterricht das Amtsgericht besucht. Dort konnten wir uns anschauen, wie ein Gerichtsprozess abläuft. Es wurde schon beim Reingehen deutlich, dass eine sehr ernste Stimmung im Gerichtssaal herrscht. Alle waren leise und gespannt auf die Fälle, die wir uns anschauen konnten.
Während unseres Besuches von 9:30-13:05 Uhr haben wir uns drei Falle angesehen. Alle waren sehr unterschiedlich und interessant.
Im ersten Fall ging es um Diebstahl. Eine Frau hatte Bier gestohlen und schon 16 Vorstrafen angesammelt, aber man hat gemerkt, dass sie eine schwere Vergangenheit hatte. Deshalb hatte man auch ein bisschen Mitleid mit ihr. Am Ende musste sie eine Geldstrafe zahlen. Es war sehr interessant zu hören, dass meistens mehr dahintersteckt, als man am anfangs denkt.
Der zweite Fall war auch eher kurz, genauso wie der erste. Es ging um eine falsche Aussage bei der Polizei, weil eine Frau Angst vor ihrem Mann hatte, hat sie die Aussage gegen ihren Mann zurückgezogen. Am Ende hat sie deswegen keine Srafe bekommen.
Der dritte Fall war viel länger und auch komplizierter. Dort ging es um Körperverletzung und es waren sogar ein Anwalt und Zeugen dabei. Das war besonders interessant, weil man sehen konnte, wie genau alles überprüft wird und wie so eine größere Verhandlung abläuft.
Man hat vor allem gemerkt, dass es große Unterschiede zwischen den Fällen gibt. Manche gehen schnell und sind einfacher, andere dauern länger und sind viel ausführlicher.
Besonders gut hat uns gefallen, dass sich der Richter nach den Verhandlungen immer Zeit für uns genommen und unsere Fragen beantwortet hat. Dadurch konnte man vieles noch besser verstehen.
Insgesamt war der Besuch eine schöne Erfahrung und ich würde auf jeden Fall noch einmal ein Gericht besuchen.
von Luisa Bodenburg

