Am 11. März besuchte der Q2-Agrarkurs Dieckmann die BioBördeland GmbH in Wätzum. Die Betriebsführung übernahm Tilo Grefe, einer der beteiligten Gesellschafter der Betriebsgemeinschaft. Ziel der Exkursion war es, Einblicke in die ökologische Landwirtschaft, moderne Anbautechniken sowie die betrieblichen Strukturen zu gewinnen.
Die BioBördeland GmbH ist eine landwirtschaftliche Betriebsgemeinschaft, die seit 2008 besteht und sich aus sieben Betrieben zusammensetzt. Alle Betriebe wirtschaften nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus und sind dem Bioland-Verband angeschlossen, was hohe Standards im Umwelt‑ und Ressourcenschutz voraussetzt. Dazu gehören der Verzicht auf chemisch‑synthetische Pflanzenschutzmittel, der Einsatz vielfältiger Fruchtfolgen sowie Maßnahmen zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität. Im Mittelpunkt der Besichtigung standen die Hauptkulturen des Betriebes: Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln. Diese werden auf den Flächen rund um Wätzum und Lühnde angebaut. Unter Anderem wurde die große, gekühlte Lagerhalle besichtigt, in der die verschiedenen Kulturen jeweils unter optimalen Bedingungen gelagert werden. Interessant war insbesondere die moderne Technik, die BioBördeland einsetzt, um die ökologische Bewirtschaftung effizienter zu gestalten. Vorgestellt wurden zwei Kamera‑Hackmaschinen, die mithilfe optischer Erkennung Kulturpflanzen von Unkraut unterscheiden und so präzise mechanische Unkrautregulierung ermöglichen. Darüber hinaus verfügt der Betrieb über zwei FarmDroid‑Roboter, die solarbetrieben arbeiten und sowohl die Aussaat als auch die Unkrautbekämpfung autonom übernehmen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Betriebes ist der Bewässerungsteich, welcher von der GmbH als Wasserspeicher angelegt worden ist. Neben den technischen und organisatorischen Aspekten sprach Tilo Grefe auch wirtschaftliche Herausforderungen an. Besonders die derzeit schlechten Kartoffelpreise belasten viele (ökologische) Betriebe, da die ökologische Produktion mit höheren Kosten insbesondere im Bereich Arbeitskräfte verbunden ist und die Marktpreise diese Aufwendungen oft nicht widerspiegeln.
Insa Schaper
