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Besuch der Klassen 9.1 und 9.2 im Niedersächsischen Landtag

Im Rahmen des Politikunterrichts besuchten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9.1 und 9.2 am 30. April 2026 den Niedersächsischen Landtag. Das Ziel: zu erleben, wie Gesetzgebung in der Praxis funktioniert.

Der Tag begann um acht Uhr morgens mit der Ausgabe der Gästeausweise. Im Anschluss erhielten die Schülerinnen und Schüler durch einen kurzen Informationsfilm einen anschaulichen Überblick über die Aufgaben der Abgeordneten sowie den Ablauf des Gesetzgebungsverfahrens.

Ein Blick in den Plenarsaal

Danach nahmen die Schülerinnen und Schüler auf der Besuchertribüne Platz. Zwar konnte an diesem Tag leider keine Plenardebatte verfolgt werden, da die Sitzungswoche spontan verkürzt worden war, doch bot sich eine gelungene Alternative: Zwei Landtagslotsen erklärten anschaulich die Abläufe im Parlament: Sie erläuterten die Sitzordnung, die Aufgaben der Protokollanten, die Reden und selbst Zwischenrufe in Sekundenschnelle dokumentieren, sowie die Verhaltensregeln für Abgeordnete und mögliche Konsequenzen bei Regelverstößen.

Abstimmungen im Parlament

Besonders eindrucksvoll war die Vorstellung der verschiedenen Abstimmungsverfahren, zum Beispiel des sogenannten „Hammelsprungs“: Dabei verlassen die Abgeordneten den Saal und betreten ihn anschließend durch eine von drei Türen erneut – je nachdem, ob sie zustimmen, ablehnen oder sich enthalten.

Gespräch mit Abgeordneten

Ein weiterer Höhepunkt war das Gespräch mit zwei Abgeordneten: einem Vertreter der CDU sowie der Hildesheimer Landtagsabgeordneten Antonia Hillberg (SPD). Die Schülerinnen und Schüler stellten spannende Fragen, unter anderem zum Fraktionszwang, zum Gehalt von Abgeordneten sowie zu deren Haltung in Bezug auf Militärausgaben.

Fazit: Politik hautnah erleben

Der Besuch im Landtag bot einen lebendigen und zugleich informativen Einblick in die parlamentarische Arbeit. So wurde Politik für die Schülerinnen und Schüler deutlich greifbarer – und dafür hat sich auch die frühe Abfahrtszeit um sieben Uhr morgens definitiv gelohnt.

Chris Simoneit