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NEUIGKEITEN

 

Ist es möglich, Frieden ohne Gewalt zu schaffen?

Frieden geht anders

Am 13. September 2019 besuchte der evangelische Religionskurs des 11. Jahrgangs mit Frau Krüger eine Ausstellung in der Martin-Luther-Kirche. Es waren mehrere Stationen zum Thema „Frieden geht anders“ aufgebaut. Zu Beginn sollte jeder einen Ball in einen Ja- oder Nein-Korb werfen, um die Frage „Ist es möglich, Frieden ohne Gewalt zu schaffen?“ zu beantworten. Danach konnten wir uns einen kurzen Überblick über die verschiedenen Stationen verschaffen, die in der gesamten Kirche verteilt aufgebaut waren. Dann wurden wir in Gruppen aufgeteilt, um uns mit einer Station genauer beschäftigen zu können. Unsere Gruppe hat sich mit dem Thema in Liberia beschäftigt. Dort herrschte von 1989 bis 2003 ein erbarmungsloser Bürgerkrieg. Mehrere Banden kämpften um Bodenschätze (Blutdiamanten) und lieferten sich somit einen erbitterten Krieg, wobei Vergewaltigung, Plünderung, Flucht, Vertreibung, Mord etc. nicht ausblieben. 2002 gründete Leymah Roberta Gibowee mit mehreren anderen liberianischen Frauen eine Friedensinitiative. Sie protestierten gewaltfrei und stumm, wobei die Frauen verschiedener Herkunft und Religion in weißer Kleidung auf die Straßen gingen. Auch Beten sowie ihr Zusammenhalt sollten sie an ihr Ziel vom Frieden und gewaltfreiem Zusammenleben bringen.

Es war eine interessante Exkursion, da wir von Kriegen o. Ä. erfahren haben, von denen wir noch nichts wussten. Außerdem war es gut, dass wir einmal über gute Taten und Menschen etwas gelesen haben, im Gegensatz zu dem, was man sonst in den Medien hört.

(Ulrike)

Als ich in die Kirche gekommen bin, war ich sehr überrascht, wie viel dort aufgebaut wurde und wie viel Mühe man sich bei der Gestaltung der Ausstellung gab. Alle sechs Stationen waren abwechslungsreich gestaltet, sodass man Lust hatte, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Denn es war nicht zu viel Text zum Durchlesen und durch Videos und QR-Codes, welche man mit seinem Smartphone scannen konnte, hat man noch weitere Infos bekommen. Außerdem bestanden die Stationen nicht nur aus einem Informationstext, sondern beinhalteten auch Zitate und Berichte von Zeitzeugen, welche ich sehr gut fand. Leider gab es das Problem, dass wir deutlich zu wenig Zeit hatten, um alle Stationen kennenzulernen. Denn in den ersten zehn Minuten habe ich mir nur drei Stationen durchlesen können, bevor die Zeit schon um war. Die anderen drei Stationen konnte ich mir somit nicht durchlesen, was leider aufgrund der schönen Darstellungen der drei Stationen, die ich mir schon angeschaut habe, sehr schade war.

Beim Lesen der Texte zu unserer Station „Liberia“ habe ich mich sehr erschrocken als ich erfuhr, dass in diesem Bürgerkrieg Kinder entführt, gefoltert und unter Drogen gesetzt wurden, um sie dann zu „Kampfmaschinen“ auszubilden. Außerdem war ich erstaunt darüber, dass die Politiker und Kriegsherren es nicht geschafft haben, den Bürgerkrieg zu stoppen, sondern dass eine Gruppe von literarisch engagierten Frauen dies nur schaffte. Diese Frauen verdienen meine volle Anerkennung, weil sie den Mut hatten gegen den Krieg auf den Straßen, wo Prügeleien, Massenhinrichtungen und Vergewaltigungen zum Alltag gehörten, zu protestieren.

(Jan)

Der Workshop in der Martin-Luther-Kirche hat mir sehr gut gefallen. Es hat Spaß gemacht, die Stationen in den kleinen Gruppen zu bearbeiten. Die Stationen waren gut vorbereitet und durch die Videoausschnitte und Texte interessant gestaltet.

(Vivien)

Ich war in der Gruppe Mosambik, wo es um den Bürgerkrieg zwischen Fremilo und Renamo- Guerillas ging. Die Frage zu der Station war „Können Worte Kriege beenden?“. Ich fand es beeindruckend, wie diese Frage in diesem Fall mit einem klarem Ja beantwortet werden konnte. Durch die christliche Gemeinschaft Sant ́Egidio und durch das Volk, welches ihren dringlichen Wunsch nach Frieden mit Postkarten und Petitionen zum Ausdruck brachte, konnte der Krieg dort ohne Gewalt beendet werden.

(Naemi)

Insgesamt fand ich die Ausstellung in der Martin Luther Kirche sehr interessant, da man viele Kriege und Konflikte kennen gelernt hat, von denen man vorher noch nie etwas gehört hatte. Außerdem war es sehr interessant, wie mit sehr unterschiedlichen Lösungen die Kriege und Konflikte ohne Gewalt beendet wurden. Daja und ich waren bei der Station Zypern. In den Medien bekommt man zwar hin und wieder von dem Konflikt zwischen der türkischen und der griechischen Bevölkerung etwas mit, dennoch war es sehr aufschlussreich, auch noch mehr über die Blauhelme und deren Mission zu erfahren. Ausstellungen wie diese, mit einem Kurs oder eine Klasse zu besuchen, finde ich persönlich sehr sinnvoll, da man den Unterricht mehr in Bezug zur Realität setzen kann.

(Mattea)

 


 

Es war einmal...

Lesenacht die dritte

In alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat…
Vor Zeiten war ein Schneider, der drei Söhne hatte…
Eine Witwe hat zwei Töchter…
 
In der dritten Lesenacht der Bücherscheune der Michelsenschule ging es in diesem Jahr um Märchen. 15 Schülerinnen und Schüler zogen zwar nicht gerade aus, um das Fürchten zu lernen, aber…
  • um im Supermarkt den Proviant für den Abend und die Nacht zu kaufen,
  • um Burger-Patties selbst herzustellen und zu grillen,
  • um sich Schlaffestungen in der Turnhalle zu bauen,
  • um festzustellen, wer der Märchen-Profi ist und wer kaum ein Märchen kannte
  • und um dem Lehrer beim Vorlesen zu lauschen. 
Frau Karger und Herr Rahlves bedanken sich bei allen Teilnehmern der Lesenacht – auch wenn sie sich etwas mehr Schlaf gewünscht hätten. Aber das gehört vielleicht dazu, wenn es heißt: Es waren einmal zwei Lehrer, die hatten 15 Schülerinnen und Schüler…