Michelsenschule Hildesheim - Startseite

Hereinspaziert in unser virtuelleS Schulgebäude!

Herzlich willkommen auf der Internetpräsenz der Michelsenschule Hildesheim. Auf unseren Internetseiten könnt Ihr und können Sie sich einen Überblick über die vielfältigen Angebote unserer Schule sowie die aktuellen Veranstaltungen und Termine verschaffen.

 


NEUIGKEITEN

 

„Wir öffnen uns Neuerungen, wägen Neues aber auch gegen Bewährtes ab.“

Start: Tablets als Arbeitsmittel im 7. Jahrgang

Die seit einigen Jahren mit zunehmender Geschwindigkeit ablaufenden Digitalisierungsprozesse verändern die Gesellschaft und ihre Lebensbedingungen fundamental; ein kritischer Umgang mit den digitalen Innovationen und verfügbaren Datenmengen wird immer mehr zur Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Bildung ist dabei der Schlüssel zur digitalen Teilhabe, sodass wir als Schule auf diese Entwicklung reagieren müssen.

Nach intensiven Diskussionen und Vorbereitungen beginnt die Michelsenschule nun im diesjährigen 7. Jahrgang erstmalig Tablets als Arbeitsmittel einzusetzen. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sind gespannt darauf, die Möglichkeiten zu erkunden, die der Einsatz des digitalen Mediums im Unterricht eröffnet. Nach wie vor steht der zu vermittelnde Inhalt im Zentrum des Unterrichts und es ticken natürlich nicht plötzlich alle Uhren anders an der Michelsenschule; weiterhin fühlen wir uns unserem Grundsatz verpflichtet: „Wir öffnen uns Neuerungen, wägen Neues aber auch gegen Bewährtes ab.“

 


 

Neue Kommunikationsform eingeführt

IServ – Unser neuer Schulserver

Jede Schülerin und jeder Schüler der Michelsenschule hat seit Beginn des Schuljahres 2018/2019 einen IServ-Account, selbstverständlich auch alle Lehrkräfte sowie alle weiteren Mitarbeiter der Michelsenschule. Weltweit, aber insbesondere von der Michelsenschule und von zu Hause, ist die Weboberfläche unseres IServ über https://michelsen.schule erreichbar. 

Anmelden können sich natürlich nur die Mitglieder der Michselsenschule. Anschließend können E-Mails gesendet oder empfangen werden und kann in Foren kommuniziert werden. Dateien, die in der Schule gespeichert wurden, können angesehen oder bearbeitet werden, es können auch neue Dateien für die nächsten Schultage hochgeladen werden, sodass USB-Sticks nur noch für sehr große Dateien in der Schule benötigt werden. Zudem können Dateien mit Klassen- bzw. Kursmitgliedern geteilt werden. Für den Unterricht können Aufgaben bereitgestellt werden, deren fertige Bearbeitung auch direkt über IServ abgegeben werden kann. Jeder sieht im IServ den aktuellen Stundenplan, das heißt Vertretungen etc. werden übersichtlich direkt im Stundenplan eingeblendet. All diese Daten befinden sich nicht in irgendeiner Cloud auf Servern irgendwo auf dieser Welt, sondern direkt in der Michelsenschule.

Hier und auf einem weiteren Backup-Server in einem anderen Gebäudeteil der Michelsenschule liegen die Daten mehrfach gesichert vor. Durch den Standort innerhalb der Schule wird der Zugriff während der Unterrichtszeit nicht durch eine Internetverbindung beschränkt. Die meisten Computer und Laptops der Michelsenschule, insbesondere die vier Computerräume mit insgesamt 96 Rechnern, sind direkt mit Gigabit per Glasfaser und Kabel mit dem IServ verbunden. Für alle privaten Geräte ist der Zugriff über das schulweite WLAN Michelsen-IServ unabhängig von der Verfügbarkeit mobiler Daten gegeben. Der IServ-Account dient auch als Zugangsdaten zum WLAN.

Auf den schuleigenen Computern und Laptops hat jeder ein eigenes Benutzerkonto, auch hier sind die Zugangsdaten der IServ-Account. Dies erlaubt ein Arbeiten in stets der gewohnten individuellen Umgebung mit Zugang zu den eigenen Dateien, unabhängig von dem Rechner, an dem man gerade angemeldet ist.

 


 

Rückblick: Abitur 2018

Abschlussgottesdienst des Abiturjahrgangs 2018: Eine Schultüte voller Wunder

Genau wie unsere Einschulung in die 5. Klasse begann auch die Entlassungsfeier anlässlich unseres Abiturs mit einem Gottesdienst. Der ökumenische Abschlussgottesdienst wurde am Nachmittag des 21. Juni in der Liebfrauenkirche gefeiert und von Dechant Voges sowie Pastor Drösemeyer gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus dem Abiturjahrgang gestaltet. Das Motto des Gottesdienstes lautete „Eine Schultüte voller Wunder“ und zeigt auch die Verbindung, die zwischen Anfang und Ende unserer Schulzeit besteht. Die dazwischenliegende Reise, die wir gemeinsam bestritten haben, wurde mithilfe wesentlicher Stationen im Anspiel der Schülerinnen und Schüler nacherzählt. An den Stationen standen immer die Wunder, welche wir dort erleben durften, im Vordergrund. Wunder, die sich uns unter anderem in Form von Freundschaft, Zusammenhalt, Unterstützung und Erfolg zeigten, standen auch im Zentrum der Predigt von Pastor Drösemeyer. So wurde auch die christliche Bedeutung von Wundern deutlich, während der Pastor zudem den Glauben der Menschen an Wunder in Betrachtung gerückt hat.

Rückblickend zeichnete sich der Gottesdienst durch eine feierliche und sehr positive Atmosphäre aus, welche es jedem ermöglichte, seinen eigenen Weg hin zum Abitur Revue passieren zu lassen. Dafür und für die Vorbereitung des Gottesdienstes möchten wir an dieser Stelle den Lehrkräften, Frau Zoll und Frau Fischer, den Geistlichen, Dechant Voges und Pastor Drösemeyer, sowie allen Beteiligten und Besuchern danken! Auch beim Förderverein der Michelsenschule bedanken wir uns herzlich für die finanzielle Unterstützung der Feierlichkeit! 

Das Schüler-Vorbereitungsteam des Abi-Gottesdienstes 2018 

 


 

Bericht der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung

Mit dem Trecker zur letzten Schulstunde

Rudolf Schäffers letzter Arbeitstag im Schuldienst ist angebrochen. Seine Schüler hatten aus diesem Anlass eine Überraschung für ihn parat (siehe Foto). Quelle Text / Foto: Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 26.06.2018

 


 

Für die Michelsenschule hat er Togo sausen lassen

Fast zwei Jahrzehnte Direktor: Dr. Rudolf Schäffer geht in den Ruhestand

Viel hätte nicht gefehlt, dann wäre Rudolf Schäffer in Togo gelandet. Gleich nach der Promotion wollte ihn die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit dafür gewinnen, in dem kleinen westafrikanischen Land ein Rinderzuchtprojekt zu koordinieren. „Da hätte ich ein Schweinegeld verdient“, sagt der 65-Jährige. Die Voraussetzungen hätte er wohl mitgebracht. Schließlich hatte er sich mehrere Jahre an der Universität Göttingen mit Agrarwirtschaft beschäftigt. Aber es kam anders. „Unser erstes Kind kündigte sich damals an“, erinnert sich Schäffer. Also ließ er Togo sausen und nahm 1979 stattdessen einen Lehrerjob an der Michelsenschule an. 

Seit diesem Tag sind bald vier Jahrzehnte vergangen. Hunderte Lehrer und tausende Schüler sind gekommen und wieder gegangen – Schäffer ist geblieben. Aber es sind die letzten Tage für den gebürtigen Garmissener. Am Dienstag soll er mit einem Festakt aus dem Berufsleben an der großen Landkreis-Schule am Fuße des Moritzbergs verabschiedet werden. Anschließend wird ein anderer Direktor in das große Eckbüro im Erdgeschoss des Altbaus des Gymnasiums einziehen.

Hier hatte Schäffer seit dem Jahr 2000 sein Reich. Der 65-Jährige sitzt an der kleinen Sitzgruppe aus hellem Buchenholz und schaut auf den dichten Verkehr auf der Schützenwiese. „Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen“, sagt er. Auch daran, dass die Polizisten der nahen Polizeiinspektion täglich mit Blaulicht zu zahlreichen Einsätzen rasen. „Aber inzwischen bekomme ich von beidem kaum mehr etwas mit“, sagt er.

Die Schule sicher durch alle Untiefen gesteuert

Das kann man von allen anderen Dingen, die rund um die Schule passieren, nicht behaupten. Kollegen beschreiben ihn als extrem kompetenten, immer und für jedermann ansprechbaren Steuermann, der das Gymnasium mit angeschlossener Berufs- und Fachschule seit vielen Jahren sicher und geräuschlos durch alle Untiefen lenke. Er sei kein Schauspieler, der immer die große Bühne suche. „Aber er ist ein sehr angenehmer Mensch, der all seine Arbeitskraft in die Schule steckt.“

So jemanden hätte man sich vermutlich auch als Manager für den Rinderzuchtbetrieb in Togo gewünscht. Aber Schäffer wechselte an die Schule. Und fast 40 Jahre, drei Kinder und vier Enkelkinder später ist er ihr immer noch treu. Vermutlich kennt sich niemand besser hier aus als der 65-Jährige mit dem weißen Vollbart und den gleichfarbigen Haaren. 1040 Schüler gehen hier täglich ein und aus, dazu fast 100 Lehrer und Referendare. Das ist viel für eine Schule dieser Größenordnung. „Wir bekommen langsam ein Platzproblem“, sagt Schäffer. 

Das Problem wird jemand lösen müssen. Aber dieser jemand wird nicht mehr Schäffer heißen. Er wird demnächst in seinem Haus in Barienrode sitzen und sich Gedanken dazu machen, was er mit der ganzen freien Zeit anfangen kann. Eins ist ihm besonders wichtig: „Ich möchte viel mit meinen Enkelkindern machen“, sagt er. Und vielleicht bekommt auch sein Motorrad, das er in den vergangenen Jahren nur noch wenig bewegt hat, wieder mehr Aufmerksamkeit. Alles andere wird sich zeigen.

Quelle: Text/Foto: Christian Harboth, Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 22.06.2018